Johann Breitwieser Breitwieser-Schani
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Opas Cousin oder
Johann Schani1 Breitwieser

13.4.1891-1.4.1919

Der Fernsehsender W24 veröffentlichte anlässlich des 100. Todestags am 1. April 1919 einen Beitrag mit dem Titel Schani Breitwieser: „Der beste Einbrecher den wir hatten“.

Zwei Burschen strawanzen2 durch das Meidling3 kurz vor dem ersten Weltkrieg. Der eine ist im Volksschulalter, der andere jugendlich, fast schon ein Mann.

»Woat a bissl, i kum glei.«4 sagt der Ältere zum Jüngeren. Kaum eine Minute später ist er zurück und zieht unter dem Rock ein Kranzl Wurst hervor: »Do host.«5

Der Kleine wird als erwachsener Familienvater seinem ältesten Sohn erzählen: »I hob goa ned gwusst wos los ist. Bis heite was i ned, wo ea de Wuascht gfladat hod.«6

Vermutlich stammte die Wurst von einem Lieferfuhrwerk. Der verwunderte Bub war mein Großvater, Karl Strasser, der fürsorgliche Langfinger war sein Cousin, der um dreizehn Jahre ältere Johann Schani Breitwieser, der später als Einbrecherkönig und Robin Hood von Wien legendär werden sollte.

Mein Großvater ging immer gern mit ihm spazieren, denn »Do woa imma a Hetz.«7

Diese Website soll eine Annäherung an den Menschen Johann Breitwieser sein, aber auch an die Legende vom Schani. Dank geht an alle, die zu diesen Seiten beigetragen haben für die Mitarbeit und an alle Besucherinnen und Besucher für das Interesse.

Michael Strasser

1 Schani, vom frz. Jean, ist ein Koseform für Johann.
2 ziehen
3 Der 12. Bezirk von Wien
4 Warte ein wenig, ich komme gleich.
5 Da hast du.
6 Ich habe nicht gewusst, was los ist. Bis heute weiß ich nicht, wo er die Wurst gestohlen hat.
7 Da war es immer sehr lustig.